This is what democracy looks like?

THIS IS WHAT DEMOCRACY LOOKS LIKE?
– zur Situation ungarischer Kulturschaffender

Die Veranstaltungen stehen im Kontext der Kampagne Dresdner Studierendenschaften gegen rechtes Gedankengut und werden von Theresa Schnell und Irène Mélix organisiert. Mit Film, Vortrag, Theaterstück und Gesprächsrunden mit ungarischen Expert_innen/Gästen soll ein Blick auf die Situation von Kulturschaffenden in Ungarn geworfen werden, die sich seit dem (politischen) Rechtsruck vor einigen Jahren deutlich verändert hat.
Mit dem Rechtsruck in der ungarischen Politik der vergangenen Jahre sind die ungarischen Kulturschaffenden massivem Druck ausgesetzt. Die seit 2003 existierende, rechtsradikale Partei Jobbik Magyarországért Mozgalom (dt.: Bewegung für ein besseres Ungarn) war nach den Wahlen 2010 die drittstärkste Kraft im ungarischen Parlament, 2014 holte sie 20,5% der Stimmen. Die nach eigener Aussage „werteorientierte, konservative, radikal agierende, christliche und patriotische Partei“ versucht, massiven (nationalen) Einfluss auf den Kulturbetrieb zu nehmen.
Der STURA der HfBK plant im Rahmen der Veranstaltungsreihe zunächst einen Vortrag+Gespräch mit dem oppositionellen Kunstkritiker und Professor József Mélyi sowie eine Theaterprformance mit dem Namen „Music in the global village“. Im Folgenden sind beide kurz beschrieben. Zudem wird im „Kino im Kasten“ an der TU Dresden ein Film gezeigt, bei dem Josef Mélyi anschließend auch zu einem Gespräch eingeladen ist.